Glossar

Fachbegriffe rund ums Angeln, Gewässer und die Fischerprüfung - kurz erklärt.

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A

Altarm

Ein vom Hauptfluss abgetrenntes, ehemaliges Flussbett.

Ausstickung

Fischsterben durch Sauerstoffmangel, z.B. unter geschlossener Winter-Eisdecke ohne ausreichenden Gasaustausch.

Ä

Äschenregion

Fließgewässerabschnitt unterhalb der Forellenregion, nach der Äsche als Leitfischart benannt.

B

Barbenregion

Mittlerer Fließgewässerabschnitt mit kiesigem Grund, nach der Barbe als Leitfischart benannt.

Blankaal

Der Aal auf seiner Laichwanderung ins Meer - erkennbar an silbrig glänzender Bauchfärbung und vergrößerten Augen.

Bleiregion

Unterster, meist träge fließender und wärmerer Flussabschnitt, nach dem Blei (Brassen) als Leitfischart benannt.

Boilie

Rundes, meist proteinreiches Karpfenfutter bzw. -köder, durch Kochen haltbar gemacht.

Butterkrebs

Umgangssprachliche Bezeichnung für einen frisch gehäuteten Krebs mit noch weichem Panzer.

D

Drehkrankheit

Parasitäre Erkrankung v.a. bei Jungfischen der Salmoniden, verursacht durch Einlagerung von Parasitensporen im Gleichgewichtsorgan.

Drop Shot

Spinnmontage, bei der der Köder über dem Grund hängt und das Bleigewicht am Schnurende sitzt.

E

Eutrophierung

Übermäßige Anreicherung eines Gewässers mit Nährstoffen (v.a. Phosphor), fördert Algenwachstum und kann zu Sauerstoffmangel führen.

F

Feedern

Grundangeln mit Futterkorb zur gezielten, punktuellen Anfütterung der Angelstelle.

Feederrute

Grundrute mit auswechselbaren, bissanzeigenden Spitzen (Feedertips) für das Feedern (Futterkorbangeln).

Fettflosse

Kleine, fleischige Flosse ohne Flossenstrahlen zwischen Rücken- und Schwanzflosse - typisches Merkmal der Lachsartigen (Salmoniden).

Fischereiabgabe

Gesetzlich vorgeschriebene Abgabe, die vor der erstmaligen Ausstellung des Fischereischeins zu entrichten ist.

Fischereiausübungsberechtigter

Person oder Verein, dem das Recht zusteht, die Fischerei in einem bestimmten Gewässer auszuüben (Eigentümer, Pächter oder Erlaubnisnehmer).

Fischereibeirat

Gremium aus Sachverständigen, das die untere Fischereibehörde in fischereifachlichen Fragen berät.

Fischereierlaubnisschein

Auch Angelkarte genannt: die vom Fischereiausübungsberechtigten erteilte Erlaubnis, in einem bestimmten Gewässer zu angeln.

Fischereipachtvertrag

Vertrag, durch den einer Person oder einem Verein das Fischereiausübungsrecht an einem Gewässer übertragen wird.

Fischereischein

Amtlicher Nachweis der bestandenen Fischerprüfung - Grundvoraussetzung, um überhaupt einen Angelschein/eine Angelkarte erwerben zu dürfen.

Fliegenfischen

Angelmethode mit einer künstlichen Fliege als Köder und spezieller Wurftechnik samt Fliegenschnur.

Forellenregion

Oberster, kühlster und sauerstoffreichster Abschnitt eines Fließgewässers, benannt nach der dort dominierenden Leitfischart.

Freilaufrolle

Auch Baitrunner genannt: Rolle mit zuschaltbarem Freilauf, der bei einem Biss Schnur ohne Widerstand abziehen lässt.

G

Gelbaal

Entwicklungsstadium des Aals vor der Laichwanderung, erkennbar an gelblich-brauner Färbung (im Gegensatz zum silbrigen Blankaal).

Gelege

Die bewachsene, wasserseitige Uferzone eines Gewässers - während der Angelfischerei nicht zu betreten oder zu befahren, um Laichplätze und Tierwelt zu schützen.

Grundangeln

Angelmethode, bei der die Montage am oder nahe dem Gewässergrund liegt.

Grundblei

Bleigewicht zur Beschwerung einer Montage beim Grundangeln, damit der Köder am oder nahe dem Gewässergrund bleibt.

Gumpe

Kolkartige Vertiefung in Bächen und Flüssen, meist ein guter Fischstandplatz.

H

Hauptschnur

Die auf der Rolle aufgespulte Angelschnur, an die Vorfach und Montage angeknotet werden.

Hegefischen

Durch den Bewirtschafter koordinierter, gemeinschaftlicher Fischfang zur gezielten Bestandsregulierung, z.B. Reduzierung von Weißfischbeständen.

J

Jigkopf

Bleikopf mit fest montiertem Haken zur Führung von Gummiködern, meist über Grund gehüpft oder gezupft.

K

Karpfenlaus

Kleinkrebs, der sich auf der Haut von Karpfenfischen festsetzt und von deren Körpersäften ernährt.

Kiemendeckel

Knöcherne, bewegliche Platte, die die dahinterliegenden Kiemen schützt und die Atmung unterstützt.

Kiemenkrebs

Kleinkrebs, der sich an den Kiemen von Fischen (v.a. Karpfen) festsetzt und diese schädigen kann.

Kolk

Durch Strömung ausgewaschene Vertiefung im Gewässergrund - oft ein guter Standplatz für Fische.

Koppelfischerei

Gemeinsame Ausübung der Fischerei mehrerer Berechtigter an einem Gewässer.

L

Laichausschlag

Ausschlagartige Veränderung der Haut bei einigen Fischarten während der Laichzeit, kein Krankheitszeichen.

Laichhaken

Hakenartige Verformung des Unterkiefers bei männlichen Lachsartigen (Milchnern) zur Laichzeit.

Laichkraut

Sammelbegriff für flutende bis untergetauchte Wasserpflanzen (Gattung Potamogeton), wichtiger Sauerstoffproduzent und Lebensraum in Gewässern.

M

Messerrücken

Bezeichnung für eine abgemagerte, unterernährte Fischform mit stark hervortretendem Rückgrat, häufig bei Blei/Brassen.

Method Feeder

Angelmethode mit speziellem Futterkorb, der Köder und Anfütterung kombiniert präsentiert.

Milchner

Der männliche Fisch (benannt nach der milchig-weißen Samenflüssigkeit, dem Milch), im Gegensatz zum weiblichen "Rogner".

N

Nachtangeln

Angeln nach Einbruch der Dunkelheit - unterliegt in vielen Gewässern besonderen Einschränkungen oder ist grundsätzlich verboten.

O

Oligotroph

Nährstoffarmer Gewässertyp mit meist klarem, sauerstoffreichem Wasser - typisch für tiefe, wenig belastete Seen.

P

Posenangeln

Angelmethode mit Pose zur Bissanzeige, der Köder wird in einer bestimmten Wassertiefe präsentiert.

R

Rogner

Der weibliche Fisch, benannt nach dem Rogen (den Eiern), die er trägt.

Röhricht

Schilf- und Rohrbestand am Gewässerufer, wichtiger Lebensraum für Tier- und Pflanzenwelt - darf zur Angelausübung nicht betreten oder befahren werden.

S

Satzfisch

Künstlich in ein Gewässer eingebrachter (besetzter) Fisch, meist zur Bestandsstützung oder Neuansiedlung.

Schleppangeln

Auch Trolling genannt: Angeln mit einem hinter einem fahrenden Boot geschleppten Köder.

Schlundzähne

Zähne im Rachenraum von Karpfenfischen, die im Maul selbst zahnlos sind - dienen dem Zerkleinern der Nahrung.

Seitenlinie

Sinnesorgan der Fische zur Wahrnehmung von Wasserdruck und -bewegung, verläuft meist als sichtbare Punktreihe längs des Körpers.

Snap

Schnellverschluss (Karabinerhaken) zum werkzeuglosen, schnellen Köderwechsel.

Spinnfischen

Aktives Führen und Einholen eines Kunstköders zum Fang von Raubfischen.

Sprungschicht

Auch Thermokline genannt: Wasserschicht mit starkem Temperaturgefälle, trennt im Sommer warmes Oberflächenwasser von kühlerem Tiefenwasser.

Stationärrolle

Gängigster Rollentyp mit feststehender Spule, der Schnurabzug erfolgt über einen um die Spule rotierenden Rotor.

Stippfischen

Angeln mit langer, rollenloser Stipprute, meist zum gezielten Fang von Friedfischen.

V

Verbuttung

Kleinwüchsigkeit trotz Laichreife bei überhöhtem Bestand und knappem Nahrungsangebot - betroffene Fische bleiben klein, obwohl sie geschlechtsreif sind.

Verlandung

Allmähliche Verflachung eines Gewässers durch Sand-, Staub- und Pflanzeneintrag.

Vollzirkulation

Vollständige Durchmischung des gesamten Wasserkörpers eines Sees, meist im Frühjahr und Herbst bei Angleichung der Temperaturschichten.

Vorfach

Dünnerer oder spezieller Schnurabschnitt zwischen Hauptschnur und Haken bzw. Köder, oft weniger sichtbar oder abriebfester als die Hauptschnur.

W

Wildfisch

Durch natürliche Reproduktion im Gewässer entstandener Fisch, im Gegensatz zum künstlich eingesetzten Satzfisch.

Wirbel

Kleines Metallverbindungsstück zwischen Schnurteilen, das ein Verdrehen (Schnurdrall) der Schnur verhindert.