Waidgerechtigkeit & Verhalten am Wasser

Was Gesetze nicht regeln, regelt der Anstand: fairer Umgang mit dem Fisch, Rücksicht auf andere und auf die Natur.

Was bedeutet "waidgerecht"?

Waidgerechtigkeit beschreibt den ethisch verantwortungsvollen, tierschutzgerechten Umgang mit dem gefangenen Tier - über die reine Gesetzeslage hinaus. Kern ist: unnötiges Leiden vermeiden, den Fisch zügig und sachkundig behandeln, nichts dem Zufall überlassen.

Fisch waidgerecht töten

Die richtige Reihenfolge ist entscheidend: zuerst betäuben (ein kräftiger, gezielter Schlag mit einem Betäubungsschlagholz auf den Kopf), erst danach töten (z.B. durch Kiemenschnitt oder Herzstich). Ein wacher Fisch darf nicht ausbluten oder ersticken - das gilt als tierschutzwidrig.

Landen & Hältern

Kescher mit knotenlosem, feinem Netz schonen die Schleimhaut. Fänge, die behalten werden, zügig betäuben und töten statt lange in einem Setzkescher zu hältern - unnötig langes Hältern vor dem Töten ist vermeidbarer Stress für das Tier.

Rücksicht auf andere Angler

Rücksicht auf Natur & andere Wassernutzer

Verantwortung im Verein

Wer über einen Angelverein fischt, trägt über die Hegepflicht auch Mitverantwortung für den Gewässerzustand - etwa durch Teilnahme an Hegeeinsätzen, Gewässerreinigung oder Besatzmaßnahmen. Waidgerechtigkeit endet nicht am eigenen Angelplatz.